Zertifizierung

Kurzer Rückblick auf die Entwicklung

ISO 9000ff - Allgemeine Qualitätsnormen
Die allgemeine Qualitätsnorm ISO 9001:1994 wurde 1994 in drei offiziellen Sprachen herausgegeben. Sie stellte 20 Forderungen an ein Qualitätsmanagementsystem:  Verantwortung der Leitung, Qualitätsmanagementsystem, Vertragsprüfung, Designlenkung, Lenkung der Dokumente und Daten, Beschaffung, Lenkung der vom Kunden beigestellten Produkte, Kennzeichnung und Rückverfolgbarkeit von Produkten, Prozesslenkung, Prüfungen, Prüfmittelüberwachung, Prüfstatus, Lenkung fehlerhafter Produkte, Korrektur- und Vorbeugemaßnahmen, Lenkung von Qualitätsaufzeichnungen, Interne Qualitätsaudits, Schulung, Wartung, Statistische Methoden und Handhabung, Lagerung, Verpackung, Konservierung und Versand.

Sie wurde mehrfach überarbeitet.

Die erste Überarbeitung erfolgte 2000 und war eine grundlegende, inhaltliche Überarbeitung. Die neue Ausgabe der Norm wurde auf Prozessorientierung umgestellt und in „ISO 9001:2000“ umbenannt. Sie umfasste acht Grundsätze: Kundenorientierung, Verantwortlichkeit der Führung, Einbeziehung der beteiligten Personen, prozessorientierter Ansatz, systemorientierter Managementansatz, kontinuierliche Verbesserung, sachbezogener Entscheidungsfindungsansatz, Lieferantenbeziehungen zum gegenseitigen Nutzen.

Weitere Aktualisierungen erfolgten 2005/2008 und 2015.


Spezifische Normen für die Übersetzungsbranche

Zunächst bekamen es nur die Eingeweihten in die Hände: Ein Bündel Papier mit der Überschrift „Übersetzungsvorhaben“. Was diese zaghafte Formulierung Anfang der 1990er Jahre zum Ausdruck bringen wollte, entwickelte sich nach mehrjähriger Arbeit des Normenausschuss Terminologie (NAT) des DIN Deutsches Institut für Normung e.V. zu einer Qualitätsnorm:  DIN 2345 Übersetzungsaufträge. Die erste Norm für die Übersetzungsbranche definierte und beschrieb in sieben Kapiteln den Anwendungsbereich, die verwendeten Begriffe, die Ablauforganisation und den Prüfungsprozess. (S.http://www.tekom.de/index_neu.jsp?url=/servlet/ControllerGUI?action=voll&id=761 )
Die DIN 2345 Übersetzungsaufträge erfuhr 1998 eine Aktualisierung, wurde Ende 2006 ganz zurückgezogen und ersetzt durch DIN EN 15038 Übersetzungsdienstleistungen - Dienstleistungsanforderungen.

Die Norm, die neue Maßstäbe brachte, ließ ihre Intention gleich an ihrer Bezeichnung erkennen und stellte an die Übersetzungsdienstleister eine Reihe bis dahin nicht geläufiger Anforderungen: Der Übersetzungsdienstleister sollte mit gut ausgebildeten Mitarbeitern arbeiten, die über vielfache Kompetenzen verfügen: kulturelle Kompetenz, Recherchierkompetenz, sprachliche Kompetenz, muttersprachliche Kompetenz, übersetzerische Kompetenz, etc. Die neue Norm prägte Begriffe wie „Übersetzungsprojekt“, „Projektmanager“, „Locale“, „Textsorte“, „Register“ etc. und sah vor, dass die Übersetzungsprojekte nach dokumentierten Verfahren abgewickelt und durch Projektmanager überwacht werden.

Die Standards wurden in einigen Bereichen nochmals fortentwickelt und Mitte 2016 wurde die DIN EN 15038 abgelöst durch die internationale Übersetzungsnorm DIN EN ISO 17100 Übersetzungsdienstleistungen – Anforderungen an Übersetzungsdienstleistungen.

ISO 17100 definiert die Anforderungen an alle Aspekte des Übersetzungsprozesses, die für die Qualität und die Bereitstellung von Übersetzungsdienstleistungen maßgeblich sind. Sie enthält Bestimmungen für Übersetzungsdienstleister „zur Abwicklung von Kernprozessen, zu den Mindestanforderungen an die Qualifikation, zur Verfügbarkeit und zum Einsatz von Ressourcen sowie zu weiteren für die Bereitstellung einer qualitativ hochwertigen Übersetzungsdienstleistung erforderlichen Tätigkeiten“. So wurden neben einer strukturellen Neugestaltung neue Anforderungen wie die gezielte Verarbeitung von Kundenfeedback, die Berücksichtigung von Datenschutzvorschriften oder der Nachweis von Kompetenzen für Projektmanager aufgenommen. Bei der technischen Ausrüstung wird ausdrücklich auf den Einsatz von Übersetzungstechnologie und Übersetzungstools verwiesen.


Eurolingua installierte 1997 ein Qualitätsmanagementsystem nach ISO 9001:1994, das sie von langer Hand seit 1995 aufbaute. In das Konzept dieses Qualitätsmanagementsystems flossen sowohl die eigenen Erfahrungen und Erkenntnisse ein, die sie seit 1989 sammeln konnte, als auch die Grundsätze des Entwurfs von „Übersetzungsvorhaben“, der ihr von Anfang an nicht unbekannt war. Somit war es möglich, in das allgemeine Qualitätsmanagementsystem der Eurolingua die bedeutenden Merkmale der Norm „DIN 2345 für Übersetzungsvorhaben“ zu integrieren. Die Zertifizierung erfolgte im gleichen Jahr durch das MPA/NRW.

Die Herausgabe der Norm DIN EN 15038 Übersetzungsdienstleistungen – Dienstleistungsanforderungen ermöglichte Eurolingua, ihr QM-System noch einmal zu optimieren und den neuen Merkmalen dieser Norm Geltung zu verschaffen. Eurolingua baute zusätzlich ein unabhängiges QM-System nach DIN EN 15038:2006 Übersetzungsdienstleistungen - Dienstleistungsanforderungen auf und ließ sich im Mai 2010 zertifizieren. Die Zertifizierung nach DIN EN ISO 17100, der aktuellen Norm für Übersetzungsdienstleister, erfolgte am 08.03.2017.

Eurolingua setzte auch alle Aktualisierungen der Normenreihe 9000ff um und ist seit 25.01.2018 auch nach DIN EN ISO 9001:2015 erfolgreich zertifiziert.

Somit zählen Eurolingua und Interlingua zum sehr engen Kreis der Übersetzungsdienstleister in Deutschland, die nach den Grundsätzen und Methodiken/Prozeduren dieser beiden Systeme arbeiten.

Im Rahmen der Qualitätsmanagementsysteme nach der Norm DIN EN ISO 9001:2015 und nach der Norm EN ISO 17100 hat sich Eurolingua und Interlingua Übersetzungen GmbH & Co. KG zur Einhaltung einer Qualitätspolitik mit dem Primärziel der Erreichung bestmöglicher Kundenzufriedenheit und ihrer ständigen Verbesserung verpflichtet. Externe Audits und Rezertifizierungen sowie die eigenen Überprüfungen im Hinblick auf die Einhaltung der Forderungen der Normen und auf die Überwachung der Qualitätspolitik stellen bedeutende Elemente des Qualitätsmanagementsystems dar.

Eurolingua und Interlingua Übersetzungen GmbH & Co. KG stellt sicher, dass die Prozesse, die zur Erstellung qualitativ hochwertiger, wissenschaftlich fundierter, termingemäß realisierter Übersetzungen erforderlichen sind, definiert, geplant und umgesetzt werden. QM-System berücksichtigt auch weitere Faktoren, die einen hohen Einfluss auf die Qualität von Produkten und Dienstleistungen haben, wie die strategische Ausrichtung des Unternehmens, gesetzliche und behördliche Anforderungen oder das Wissensmanagement im Unternehmen. Die Kundenorientierung wird um Zielgruppen wie Mitarbeiter, Lieferanten und Dienstleister bzw. Kostenträger erweitert. Risiken und Chancen werden analysiert und bewertet, Maßnahmen zur Minimierung von Risiken festgelegt und bezüglich ihrer Wirksamkeit überwacht.





Zertifikat nach der Norm DIN EN ISO 9001:2015:

 


MPA-Urkunde-Eurolingua 9001:2015
 
 
 
 
Zertifikat nach der Norm DIN EN 17100:2015: 
 
 
 
 
 MPA-Urkunde-Eurolingua 17100:2015
 
 

Im Unterschied zu einer eigenverantwortlich abgegebenen Erklärung der Konformität mit den Anforderungen der Normen verfügt Eurolingua und Interlingua Übersetzungen GmbH & Co. KG über zwei Qualitätsmanagementsysteme, die durch eine unabhängige Zertifizierungsstelle geprüft werden.

 

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