Die Leipziger Buchmesse hat gemeinsam mit der Manga Comic Con und dem Lesefestival Leipzig liest einen neuen Höchststand erreicht. Insgesamt strömten 313.000 Menschen zu den Veranstaltungen – so viele wie nie zuvor. Auch bei den Ausstellern gab es einen deutlichen Zuwachs. Ohne die begleitenden Events kamen 2026 insgesamt 2.044 Aussteller aus 54 Ländern nach Leipzig. Das entspricht einem Anstieg von über 30 Prozent gegenüber dem Vorjahr.
Die Verantwortlichen sehen in diesen Zahlen eine klare Bestätigung für die Bedeutung der Veranstaltung. Die Buchmesse habe sich erneut als zentraler Ort für Diskussionen etabliert – sowohl im literarischen als auch im gesellschaftlichen und kulturpolitischen Bereich. Besonders hebt sie hervor, dass die große thematische Vielfalt ein breites Publikum anzieht und die Messe stärker denn je wahrgenommen wird. Gleichzeitig schätzen Verlage die Plattform, um ihre Neuerscheinungen einem großen Publikum vorzustellen. Die Branche habe ihre inhaltliche Vielfalt eindrucksvoll präsentiert und zugleich Haltung zu wichtigen Werten gezeigt. Um diese Funktion langfristig zu sichern, seien jedoch verlässliche politische Rahmenbedingungen notwendig – etwa im Umgang mit Künstlicher Intelligenz oder bei der Förderung von Lese- und Medienkompetenz.
Inhaltlich stand 2026 die Donauregion im Mittelpunkt. Unter dem Motto „Donau – Unter Strom und zwischen Welten“ präsentierten über 50 Autorinnen und Autoren in zahlreichen Veranstaltungen die kulturelle und gesellschaftliche Vielfalt dieser Region.

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