Präzise Sprachmittlung bei moderner Ermittlungsarbeit

Damit Polizei, Staatsanwaltschaften und Gerichte zuverlässig arbeiten können, ist eine qualitativ hochwertige Sprachmittlung im Bereich der Kommunikationsüberwachung unverzichtbar. Genau hiersetzt das Forschungsprojekt QSEK („Qualifizierte Sprachmittlung für effiziente forensische Kommunikationsüberwachung“) an. Das Projekt vereint Fachleute aus Übersetzungswissenschaft, Rechtswissenschaft und Kriminalistik mit dem Ziel, einheitliche Standards für die rechtssichere Nutzung sprachmittlungsbasierter Beweise zu entwickeln und die Beteiligten gezielt weiterzubilden.

Präzise Übersetzungen mit Qualitätsstandards

Von einer Professionalisierung profitieren sowohl die Strafverfolgungsbehörden als auch die Sprachmittler selbst. Präzisere Übersetzungen können Ermittlungen beschleunigen, Fehlinterpretationen reduzieren und Kosten senken. Gleichzeitig sollen klare Qualitätsstandardshelfen, den Einsatz von KI-Anwendungen besser zu bewerten und die gerichtliche Verwertbarkeit von Beweismitteln zu stärken. Für Sprachmittler eröffnet sich zudem die Möglichkeit, spezifische forensische Kompetenzen aufzubauen und sich auf den Umgang mit neuen Technologienvorzubereiten.

Breite Unterstützung und Förderung

Das Projekt wird von zahlreichen Institutionen unterstützt, darunter das Bundeskriminalamt, derBundesverband der Dolmetscher und Übersetzer sowie das Deutsche Institut für Menschenrechte. Verantwortlich sind Prof. Dr. Cornelia Griebel von der Johannes Gutenberg-Universität Mainz sowie Vertreter der Deutschen Hochschule der Polizei. Gefördert wird QSEK vom Bundesministerium für Forschung, Technologie und Raumfahrt im Rahmen des Programms VIP+ mit rund 878.800 Euro.

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