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Sprachen · Ungarisch

Übersetzungsbüro Ungarisch, zertifiziert nach ISO 17100: Deutsch-Ungarisch Fachübersetzungen

Muttersprachliche Fachübersetzer für eine Sprache, deren Terminologie sich aus keiner Nachbarsprache ableiten lässt.
  • ISO 17100 + ISO 9001, geprüft durch DEKRA
  • Revision durch eine zweite Fachkraft
  • Datei und Zweck genügen, Angebot meist am selben Werktag

ISO 17100 · DEKRAISO 9001 · DEKRAÜbersetzungen seit 1976Vier-Augen-Prinzip nach Norm

Für Automotive, Verträge und Urkunden, bei denen ungarische Terminologie nicht abgeleitet werden kann

Ein Fehler in der Zielvariante, im Rechtsbegriff, in der Schrift oder in der Namensschreibweise hat Folgen: Rückfragen der Behörde, abgelehnte Urkunden, Nacharbeit an der Dokumentation. Für diese Aufträge übersetzen Muttersprachler mit Fachgebiets-Nachweis, eine zweite Fachkraft prüft gegen den Ausgangstext.

Typische Ausgangslagen:

  • Automotive und Maschinenbau mit Produktion oder Zulieferung in Ungarn: Lieferantenunterlagen, Dokumentation, Audits.
  • Verträge und Gesellschaftsunterlagen nach ungarischem Recht (Ptk.).
  • Ungarischsprachige Privatpersonen: Urkunden, Berufsanerkennung, Rente, beglaubigt.
  • Terminologiedatenbanken, die die Kasusformen Ihrer Fachbegriffe abdecken und bei Folgeaufträgen fortgeführt werden.

Ungarisch-Aufträge: vom Scan zur geprüften Übersetzung

Sie senden Datei oder Scan und nennen Zweck, Zielland und Termin. In der Regel noch am selben Werktag erhalten Sie ein Angebot mit Festpreis und Liefertermin. Nach Freigabe übersetzt ein muttersprachlicher Fachübersetzer, eine zweite Fachkraft revidiert gegen den Ausgangstext. Den Liefertermin vereinbaren wir mit dem Angebot, nach Durchsicht des Quelltextes.

  1. Anfrage

    Datei oder Scan, Zielsprache, Zielland, Verwendungszweck, Wunschtermin.

  2. Angebot

    Festpreis nach Normzeile mit 50 bis 55 Schriftzeichen einschließlich Leerzeichen, Liefertermin; Terminologieliste bei Folgeaufträgen fortgeführt.

  3. Übersetzung und Revision

    Muttersprachler mit Fachgebiets-Nachweis, Pflichtrevision nach ISO 17100, kundenspezifische Terminologiedatenbank.

  4. Lieferung

    Per E-Mail, auf Wunsch Post-Original mit Beglaubigung; OFFI-Hinweis für ungarische Behörden.

Betreuung und Tempo aus Kundensicht

Von Anfang an wurde ich sehr freundlich und aufmerksam betreut. Besonders positiv fand ich, wie schnell und zuverlässig alles erledigt wurde.

Victoria K., Google-Rezension, August 2026

5 von 5 Sternen
Durchgehend zertifiziert seit 1997, heute nach ISO 17100 und ISO 9001 (DEKRA, gültig bis 02.01.2028 bzw. 07.03.2027) · In Dortmund seit 1989, Übersetzungstradition seit 1976 · Zertifikate ansehen
Angebot für Ihre Ungarisch-Übersetzung

Schicken Sie Datei oder Scan und nennen Sie Zielland und Verwendungszweck, das Angebot kommt in der Regel noch am selben Werktag.

Das Angebot ist unverbindlich. Telefonisch erreichbar Mo–Do 8:30–15:30 Uhr, Fr 8:30–14:30 Uhr.

Abrechnung nach Normzeile, Festpreis nach Sichtung

Fachübersetzungen werden nach Normzeile mit 50 bis 55 Schriftzeichen einschließlich Leerzeichen abgerechnet. Den Preis bestimmen Sprache, Schwierigkeitsgrad, Verwendungszweck und Verwendungsart; den Festpreis nennen wir nach Sichtung der Datei. Das Angebot ist unverbindlich; wie wir kalkulieren, lesen Sie unter Preisgestaltung und Angebot.

Den Preis bestimmen vor allem Fachgebiet, Umfang und Layoutarbeit im Zielformat; bei Folgeaufträgen senkt der Anteil bereits übersetzter Segmente den Preis. Details zur Kalkulation: Preisgestaltung und Angebot.

Warum Ungarisch für Fachübersetzungen besonders anspruchsvoll ist: 18 Fälle und Agglutination

Ungarisch hat 18 grammatikalische Fälle, mehr als jede andere EU-Amtssprache. Zum Vergleich: Deutsch hat 4, Polnisch 7, Finnisch 15. Jeder Fachbegriff, jede Produktbezeichnung und jeder Eigenname muss in jedem grammatikalischen Kontext korrekt dekliniert werden. KI-Systeme deklinieren ungarische Fachbegriffe regelmäßig falsch, weil sie die Kasusregeln statistisch aus Texten ableiten, nicht aus dem strukturellen Regelwerk.

Die 18 Fälle des Ungarischen und ihre Relevanz für Fachübersetzungen:

Das Ungarische drückt grammatikalische Beziehungen nicht durch Präpositionen (wie Deutsch: „mit dem Gerät“, „auf dem Tisch“) aus, sondern durch Suffixe an das Substantiv. Das bedeutet: Ein Fachbegriff wie „szoftver“ (Software) erscheint in technischen Handbüchern je nach Satzposition in verschiedenen Formen:

  • szoftver (Nominativ: die Software)
  • szoftvert (Akkusativ: die Software [als Objekt])
  • szoftverrel (Instrumentalis: mit der Software)
  • szoftverben (Inessiv: in der Software)
  • szoftverhez (Adessiv: zur Software hin)

Ein Terminologieglossar für Ungarisch muss alle relevanten Kasusformen für jeden Fachterminus abdecken, oder der Übersetzer muss die Deklination aus der Stammform ableiten können. KI-Tools machen beides unzuverlässig.

Agglutination: Wenn ein Wort ein ganzer Satz ist

Ungarisch ist eine agglutinierende Sprache, Bedeutungen werden durch Anhängen von Suffixen gebildet. Das ermöglicht extrem lange Wörter, die im Deutschen einem vollständigen Satz entsprechen.

Das oft zitierte Beispiel: „megszentségteleníthetetlenségeskedéseitekért“, ein einziges Wort, das in etwa bedeutet: „für euer wiederholtes Verhalten, als ob ihr nicht entweiht werden könntet“.

Für Fachübersetzungen relevanter: Technische Komposita entstehen im Ungarischen durch Agglutination, was bedeutet, dass ein kurzer deutscher Fachausdruck („Druckregelventil“) im Ungarischen zu einem einzelnen langen Wort wird, das korrekt zusammengeschrieben werden muss. Falsch getrennte oder zusammengeschriebene Komposita sind eine häufige Fehlerklasse bei maschinellen Ungarisch-Übersetzungen.

Ungarisch als EU-Amtssprache: Rechtliche Anforderungen für den ungarischen Markt

Seit 2004 ist Ungarisch eine der Amtssprachen der Europäischen Union. Für Unternehmen, die Produkte auf dem ungarischen Markt verkaufen oder Verträge mit ungarischen Partnern schließen, gelten dieselben EU-Pflichten wie für alle anderen Märkte: CE-Dokumentation in ungarischer Sprache, Produktkennzeichnung nach EU-Lebensmittelrecht auf Ungarisch, Verbraucherinformationen in der Landessprache des Zielmarkts.

Was das für Fachübersetzungen konkret bedeutet:

Anforderungen für den ungarischen Markt: Übersetzungspflichten
Dokumenttyp Anforderung Rechtsgrundlage
Betriebsanleitungen für Maschinen Ungarische Übersetzung Pflicht für Inverkehrbringen in Ungarn Maschinenrichtlinie 2006/42/EG, ungarisch umgesetzt als 16/2008. (VIII. 30.) NFGM rendelet
Beipackzettel Pharmaprodukten Vollständige ungarische Übersetzung, NNGYK-konform NNGYK (Nemzeti Népegészségügyi és Gyógyszerészeti Központ, seit 2023 Nachfolger des OGYÉI) als Zulassungsbehörde
Produktetikettierung Lebensmittel Ungarische Kennzeichnung nach EU-Verordnung 1169/2011 NÉBIH (Nemzeti Élelmiszerlánc-biztonsági Hivatal) als Kontrollbehörde
Verträge und AGB Keine gesetzliche Pflicht zur ungarischen Fassung, aber faktisch erforderlich für vollständige rechtliche Durchsetzbarkeit Ungarisches Ptk. (Polgári Törvénykönyv, Bürgerliches Gesetzbuch 2014)

Sie haben einen anderen Dokumenttyp? Schicken Sie den Text, wir sagen Ihnen, ob wir die Fachkraft dafür haben. Text senden

MSZT: Das Magyar Szabványügyi Testület (MSZT) ist das ungarische Normungsinstitut und Pendant zu DIN/ISO. Für technische Übersetzungen in den ungarischen Markt müssen Normbegriffe nach MSZT-Terminologie verwendet werden, nicht nach eigener Übersetzung.

Drei Fehlerklassen bei maschinellen Ungarisch-Übersetzungen in Fachtexten

Bei ungarischen Texten, die maschinell vorübersetzt eingereicht werden, sind drei Fehlerklassen typisch, die direkt auf die strukturellen Besonderheiten des Ungarischen zurückgehen. Wir prüfen genau diese Stellen, bevor die Übersetzung herausgeht.

Fehlerklasse 1: Falsche Suffixharmonie bei Fachtermini

Das Ungarische hat eine Vokalharmonie: Suffixe (Kasusendungen, Verbalsuffixe) passen sich dem Vokaltyp des Stammworts an. Vorderzungenlaute (e, é, i, í, ö, ő, ü, ű) verlangen vordere Suffixvarianten, Hinterzungenlaute (a, á, o, ó, u, ú) verlangen hintere Varianten. Für internationale Fachbegriffe und Eigennamen muss der Übersetzer entscheiden, welche Vokalgruppe ein fremdes Wort „zugeordnet“ wird, das ist eine morphologische Entscheidung, keine Wörterbuchsuche. KI-Systeme treffen diese Entscheidung oft falsch bei Markennamen und technischen Anglizismen.

Fehlerklasse 2: Falsche ő/ű vs. ö/ü Unterscheidung durch OCR

Bei beglaubigten Übersetzungen ungarischer Urkunden, die als Scan eingereicht werden, liest OCR-Software ő (o mit Doppelakzent) regelmäßig als ö (o mit Umlaut). Das ändert die Bedeutung: „tőke“ (Kapital) und „töke“ (vulgäres Wort, ernst gemeinte Verwechslung in einem Wirtschaftsdokument). Namen mit ő oder ű werden in deutschen Behördendatenbanken falsch gespeichert, was zu Nicht-Übereinstimmungen bei Ausweisdokumenten führt.

Fehlerklasse 3: Kft. vs. Bt. vs. Zrt., Rechtsformverwechslung

Das ungarische Gesellschaftsrecht kennt Korlátolt felelősségű társaság (Kft., entspricht GmbH), Betéti társaság (Bt., entspricht KG) und Zárt körűen működő részvénytársaság (Zrt., entspricht AG). KI-Systeme übersetzen alle drei manchmal pauschal als „GmbH“, manchmal als „Limited“, beides falsch für internationale Verträge, die das Rechtssystem des Unternehmens beschreiben müssen.

Die ungarische Sprache (Magyar): Uralisch, isoliert, mit germanischem Einfluss

Ungarisch (Magyar) ist eine der wenigen Sprachen in Europa, die nicht zur indogermanischen, sondern zur uralischen Sprachfamilie gehören. Innerhalb dieser gehört es den finno-ugrischen Sprachen an und bildet zusammen mit dem Chantischen und Mansischen (beide in Westsibirien gesprochen) die ugrische Untergruppe. Die Verwandtschaft mit Finnisch und Estnisch ist entfernt, alle drei haben denselben Ursprung, aber die Sprachen haben sich vor mehreren tausend Jahren getrennt.

Herkunft und Geschichte

Die Vorfahren der Ungarn, die Magyaren, wanderten als Steppennomaden aus dem westsibirischen Raum nach Europa, um 895 n. Chr. erreichten sie das Karpatenbecken und gründeten das Königreich Ungarn. Auf diesem langen Weg wurde das Ungarische von slawischen Sprachen, vom Lateinischen, Deutschen und Türkischen beeinflusst, konnte sich aber als eigenständige Sprache erhalten. Heute ist Ungarisch von indogermanischen Sprachen umgeben und strukturell vollständig verschieden von allen direkten Nachbarsprachen (Deutsch, Slowakisch, Rumänisch, Kroatisch, Serbisch, Slowenisch, Ukrainisch).

Alphabet und Verwandtschaft anzeigenAlphabet und Verwandtschaft einklappen

Das ungarische Alphabet: 44 Buchstaben

Das ungarische Alphabet umfasst 44 Buchstaben, mehr als jede andere EU-Amtssprache. Diese Zahl erklärt sich dadurch, dass Umlaute (á, é, í, ó, ö, ő, ú, ü, ű) und Digraphen (cs, dz, dzs, gy, ly, ny, sz, ty, zs) als eigenständige Buchstaben zählen. Vier Buchstaben (q, w, x, y) werden nur in Fremdwörtern verwendet.

Für Übersetzungen und OCR-Verarbeitung relevante Sonderzeichen: ő (o mit Doppelakzent) und ű (u mit Doppelakzent), diese Zeichen sind typografisch einzigartig und werden von Standard-Tastaturlayouts und OCR-Systemen häufig falsch erkannt. Ein „ő“ wird oft zu „ö“, „ű“ zu „ü“, beides ändert die Bedeutung des Wortes.

Sprachliche Verwandtschaft und „Dolmetscher“

Aus dem Ungarischen gibt es nur wenige Lehnwörter im Deutschen. Eines der bekanntesten und bedeutsamsten ist das Wort „Dolmetscher“, es stammt vom ungarischen tolmács, das wiederum aus dem türkischen dilmaç abgeleitet wurde. Die Übernahme dieser Berufsbezeichnung ins Deutsche zeigt, wie eng die Kontakte zwischen Deutschen und Ungarn im Mittelalter waren.

Weitere ungarische Lehnwörter im Deutschen: „Gulasch“ (von ungar. gulyás), „Schako“ (Militärmütze, von ungar. csákó), „Kutsche“ (von ungar. kocsi, nach der Stadt Kocs).

Normgebende Instanz

Die Magyar Tudományos Akadémia (Ungarische Akademie der Wissenschaften, gegründet 1825) ist die normgebende Instanz für die ungarische Sprache. Das maßgebliche Wörterbuch ist das Magyar értelmező kéziszótár (Erklärendes Handwörterbuch des Ungarischen). Fachterminologie wird durch Fachakademien und Norminstitute (MSZT) geregelt.

Verbreitung

Ungarisch ist Amtssprache in Ungarn und in der Provinz Vojvodina (Serbien). Als Minderheitensprache ist es anerkannt in Kroatien, Österreich, Rumänien, der Slowakei, Slowenien und der Ukraine. Gesprochen wird es laut Ethnologue (2025) von rund 12 Millionen Menschen, vor allem in Ungarn und den Nachbarstaaten sowie von Auswanderern in Nordamerika und Westeuropa.

Häufige Fragen zu Ungarisch-Übersetzungen

Was kostet eine Deutsch-Ungarisch Fachübersetzung?

Fachübersetzungen Deutsch-Ungarisch werden nach Normzeile mit 50 bis 55 Schriftzeichen einschließlich Leerzeichen abgerechnet. Angebot auf Anfrage.

Ist Ungarisch wirklich schwieriger als Deutsch?

Für Muttersprachler einer indogermanischen Sprache (einschließlich Deutsch): Ja, Ungarisch gehört zu den strukturell fernsten Sprachen. Das US-Außenministerium (FSI) stuft Ungarisch für Englisch-Muttersprachler als Kategorie III ein („hard languages“), mit ~1.100 Unterrichtsstunden bis zur professionellen Arbeitsfähigkeit, verglichen mit ~900 Stunden für Deutsch. Deshalb gibt es weniger qualifizierte Fachübersetzer für Ungarisch als für die großen westeuropäischen Sprachen.

Kann ich ungarische Urkunden für deutsche Behörden übersetzen lassen?

Ja. Eurolingua fertigt beglaubigte Übersetzungen ungarischer Dokumente ins Deutsche an, durch gerichtlich ermächtigte Übersetzer, anerkannt bei deutschen Ausländerbehörden, Standesämtern und Gerichten. Typische Dokumente: születési anyakönyvi kivonat (Geburtsurkunde), házassági anyakönyvi kivonat (Heiratsurkunde), hatósági erkölcsi bizonyítvány (Strafregisterauszug).

Übersetzen Sie Ungarisch auch aus anderen Sprachen?

Ja. Neben Deutsch-Ungarisch bietet Eurolingua auch Englisch-Ungarisch, Ungarisch-Englisch und weitere Kombinationen an, durch muttersprachliche Fachübersetzer nach ISO 17100.

Angebot meist am selben Werktag

Datei, Zielland und Verwendungszweck genügen.

Das Angebot ist unverbindlich. Telefonisch erreichbar Mo–Do 8:30–15:30 Uhr, Fr 8:30–14:30 Uhr.